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ZUGFeRD-XML vorprüfen
Wählen Sie eine aus einer ZUGFeRD-Rechnung extrahierte XML-Datei. Der Feldcheck sucht nach zentralen Rechnungsangaben in einer UN/CEFACT-CII-Datei und zeigt fehlende Bereiche an.
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Der Check startet erst nach Ihrer Dateiauswahl.
Praxisprüfung
ZUGFeRD-Beispiel: Diese Angaben gehören in die strukturierten Daten
Bei einer hybriden Rechnung ist der XML-Teil steuerlich maßgebend, wenn er vom sichtbaren PDF abweicht. Vergleichen Sie deshalb PDF und XML und lassen Sie das Ergebnis technisch validieren.
| Prüfbereich | Beispiel | Im XML kontrollieren |
|---|---|---|
| Rechnungsnummer | RE-2026-0089 | Eindeutige Invoice ID |
| Ausstellungs- und Leistungsdatum | 16.08.2026 / 15.08.2026 | Issue date und tatsächlicher Leistungszeitpunkt |
| Verkäufer und Käufer | Name, Anschrift, Steuerkennzeichen | Vollständige Stammdaten beider Parteien |
| Buyer reference | Kunden- oder Bestellreferenz | BT-10; im B2B keine Leitweg-ID erforderlich |
| Rechnungsposition | 2 Std. Beratung à 95,00 EUR | Menge, Einheit, Beschreibung und Nettopreis |
| Steuer und Zahlbetrag | 19 %, 36,10 EUR / 226,10 EUR | Steuerkategorie, Steuersatz, Steuer- und Bruttosumme |
ZUGFeRD-Beispiel Schritt für Schritt prüfen
Im offiziellen FeRD-Beispielpaket 2.5.2 liegt unter 3. EN16931/E05_Einfach/ ein einfacher Rechnungsfall. Dort finden Sie E05_01_Einfach_fx.pdf und E05_01_Einfach.xml. Die PDF enthält die strukturierten XML-Daten eingebettet; die separat bereitgestellte XML hilft beim Vergleichen. Es handelt sich um ein Lernbeispiel, nicht um eine Vorlage zum bloßen Austauschen von Namen und Beträgen.
- 1. Offizielles ZIP laden: Nutzen Sie den Download unten und öffnen Sie den Ordner
3. EN16931/E05_Einfach/. Wählen Sie bewusst das Profil EN16931; MINIMUM und BASIC-WL erfüllen nicht automatisch die inländischen B2B-Anforderungen. - 2. PDF und XML ansehen: Öffnen Sie das PDF als Sichtbeleg. Lesen Sie die beigefügte XML über die Anlagenfunktion eines geeigneten PDF-Readers oder eines E-Rechnungs-Viewers aus. Vergleichen Sie sie mit der separaten XML aus demselben Beispielordner.
- 3. Felder vergleichen: Prüfen Sie Rechnungsnummer, Datum, Verkäufer, Käufer, Positionen, Steuerbeträge und Zahlbetrag in beiden Darstellungen. Für den strukturierten Datensatz können Sie die XML in den lokalen Feldcheck oben laden.
- 4. Fachlich validieren: Prüfen Sie die XML mit aktuellen XSD- und Schematron-Artefakten des gewählten Profils oder einem geeigneten Validator. Der EU eInvoice Validator unterstützt die Prüfung gegen EN 16931. Bei fremden oder vertraulichen Rechnungen beachten Sie vor einem Upload die Datenschutz- und Geheimhaltungspflichten.
- 5. PDF-Hülle getrennt prüfen: XML-Validierung allein belegt weder PDF/A-3-Konformität noch korrekte XML-Einbettung oder die Übereinstimmung von Sichtbeleg und Daten. Dafür ist ein PDF/A-/ZUGFeRD-fähiges Prüfwerkzeug nötig.
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ZUGFeRD-Rechnung als PDF mit XML erstellen
ZUGFeRD verbindet lesbares PDF und strukturierte XML-Daten. Viele Softwarelösungen können das Format exportieren.
Was ist ZUGFeRD?
ZUGFeRD steht für "Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland" und ist ein hybrides E-Rechnungsformat, das ein menschenlesbares PDF-Dokument mit strukturierten XML-Daten kombiniert. Es wurde vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) entwickelt und ist in Deutschland weit verbreitet.
Geschichte und Entwicklung
ZUGFeRD wurde erstmals 2014 veröffentlicht und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt:
- Version 1.0 (2014): Erste Version mit Basis- und Comfort-Profil
- Version 2.0 (2019): Anpassung an die europäische Norm EN 16931
- Version 2.3.3 (2025): Harmonisierung mit Factur-X 1.07.3
- Version 2.4 (2025): Aktualisierte Spezifikation und steuerliche Klarstellungen
- Version 2.5 (2026): Erweiterung unter anderem für kommende Anforderungen der überarbeiteten EN 16931
- Version 2.5.2 (2026): Korrigendum mit aktualisierten XSD- und Schematron-Artefakten; nach FeRD ab dem 1. September 2026 gültig
Nach den BMF-FAQ erfüllen ZUGFeRD-Formate ab Version 2.0.1 grundsätzlich die umsatzsteuerlichen Formatvoraussetzungen, sofern ein geeignetes Profil verwendet wird. MINIMUM und BASIC-WL sind davon ausgenommen. FeRD hat ZUGFeRD 2.5.2 am 4. August 2026 veröffentlicht und als ab 1. September 2026 gültig angekündigt.
Funktionsweise des hybriden Formats
Das Besondere an ZUGFeRD ist die Kombination von menschlicher und maschineller Lesbarkeit:
Die zwei Komponenten
- PDF-Visualisierung: Das PDF zeigt die Rechnung in gewohnter Form an, wie Sie es vom Papier kennen. Es kann direkt geöffnet, gelesen und ausgedruckt werden.
- XML-Daten: Im PDF ist eine XML-Datei eingebettet, die alle Rechnungsdaten in strukturierter Form enthält. Diese Daten entsprechen der EN 16931-Norm.
Duale Verarbeitung
Je nach Empfänger und dessen technischen Möglichkeiten kann eine ZUGFeRD-Rechnung unterschiedlich verarbeitet werden:
- Manuelle Verarbeitung: Der Empfänger öffnet das PDF und erfasst die Daten manuell
- Automatische Verarbeitung: Die Software extrahiert die XML-Daten und übernimmt sie direkt ins Buchhaltungssystem
- Hybride Verarbeitung: Die Software verarbeitet die XML-Daten, während der Mensch das PDF zur Kontrolle nutzt
Vorteile und Nachteile von ZUGFeRD
Vorteile
- Direkte Lesbarkeit: Das PDF kann ohne spezielle Software geöffnet und gelesen werden
- Schrittweise Einführung: Unternehmen können ZUGFeRD einführen, ohne dass alle Geschäftspartner sofort umstellen müssen
- Bekanntes Format: PDF ist vertraut und kann mit Standard-Viewern geöffnet werden
- Archivierungsfreundlich: PDF/A-3 unterstützt Langzeitarchivierung und nachvollziehbare Ablage
- Flexibilität: Unterstützt verschiedene Detaillierungsgrade durch unterschiedliche Profile
- EN 16931-konform: Geeignete Profile können die Anforderungen der europäischen Norm erfüllen
- Platzsparend: Nur eine Datei statt separater PDF- und XML-Dateien
Nachteile
- Dateigröße: Etwas größer als reine XML-Dateien (XRechnung)
- Komplexität: Zwei Datenquellen müssen konsistent gehalten werden
- Validierung: Aufwendiger zu prüfen als reine XML-Formate
- Spezialsoftware für Erstellung: Nicht mit Standard-Office-Programmen erstellbar
ZUGFeRD vs. XRechnung: Der Vergleich
| Merkmal | ZUGFeRD | XRechnung |
|---|---|---|
| Formattyp | Hybrides Format (PDF + XML) | Reines XML-Format |
| Menschliche Lesbarkeit | Ja, direkt im PDF | Nein, nur mit Viewer |
| Maschinelle Verarbeitung | Ja, über eingebettete XML | Ja, nativ |
| EN 16931-Konformität | Ja, bei geeignetem Profil ab Version 2.0.1 | Ja |
| Dateigröße | Größer (PDF + XML) | Kleiner (nur XML) |
| Öffentliche Verwaltung | Je nach Vorgabe des Auftraggebers und verwendetem Profil | Standard für Bund |
| Privatwirtschaft | Weit verbreitet | Weniger verbreitet |
| Archivierung | PDF/A-3 Standard | Separate Archivierung nötig |
ZUGFeRD-Rechnungen erstellen
Für die Erstellung von ZUGFeRD-Rechnungen benötigen Sie geeignete Software:
Software-Optionen
- Buchhaltungssoftware: Viele moderne Buchhaltungsprogramme unterstützen ZUGFeRD-Export (z.B. DATEV, lexoffice, sevDesk)
- ERP-Systeme: Umfassende Unternehmenssoftware mit ZUGFeRD-Funktion
- Konverter-Tools: Software zur Umwandlung bestehender PDF-Rechnungen in ZUGFeRD-Format
- Online-Dienste: Webbasierte Lösungen zur ZUGFeRD-Erstellung
- Open-Source-Bibliotheken: Für Entwickler zur Integration in eigene Systeme
Erstellungsprozess
Die typische Vorgehensweise zur Erstellung einer ZUGFeRD-Rechnung:
- Rechnungsdaten in der Software erfassen
- PDF-Layout gestalten (meist automatisch durch Vorlage)
- XML-Daten nach ZUGFeRD-Standard generieren
- XML in PDF/A-3-Dokument einbetten
- Validierung durchführen
- ZUGFeRD-Rechnung versenden
ZUGFeRD-Profile
ZUGFeRD kennt verschiedene Profile mit unterschiedlichem Detaillierungsgrad:
Profil-Übersicht (Version 2.x)
- MINIMUM: Enthält nur die absolut notwendigen Pflichtangaben
- BASIC WL (Without Lines): Basisinformationen ohne Positionsdetails
- BASIC: Grundlegende Informationen mit Positionsangaben
- EN 16931 (COMFORT): Erfüllt die europäische Norm vollständig - empfohlen für B2B
- EXTENDED: Erweiterte Informationen für komplexe Geschäftsprozesse
- XRECHNUNG: Kompatibel mit dem XRechnung-Standard
Häufig gestellte Fragen zu ZUGFeRD
Ja, Sie können ZUGFeRD-Rechnungen mit jedem Standard-PDF-Reader öffnen und lesen. Die eingebetteten XML-Daten sind für den Betrachter unsichtbar, können aber von spezialisierter Software ausgelesen werden.
Ja. Nach den BMF-FAQ erfüllen ZUGFeRD-Formate ab Version 2.0.1 grundsätzlich die umsatzsteuerlichen Formatvoraussetzungen, sofern ein geeignetes Profil verwendet wird; MINIMUM und BASIC-WL sind ausgenommen.
Ein normales PDF enthält nur die visuelle Darstellung. ZUGFeRD ist ein PDF/A-3-Dokument mit eingebetteter XML-Datei, die strukturierte, maschinenlesbare Rechnungsdaten nach EN 16931 enthält.
Nur bedingt. Es gibt Konverter-Tools, die versuchen, Daten aus PDFs zu extrahieren und in ZUGFeRD umzuwandeln. Die Qualität hängt jedoch stark von der Struktur des Original-PDFs ab. Am besten ist es, ZUGFeRD direkt bei der Rechnungserstellung zu nutzen.
Für eine neue Umsetzung sollte ZUGFeRD 2.5.2 mit einem zum Geschäftsvorfall passenden Profil geprüft werden. Nach FeRD ist diese Version ab 1. September 2026 gültig. Die Datei sollte vor dem Versand vollständig validiert werden.